Diagnostik der Herzfrequenzvariabilität

Herzfrequenzvariabilität

Das Herz schlägt nicht gleichmäßig wie ein Metronom, sondern verändert seinen Takt rhythmisch von Schlag zu Schlag. Diese ständige Veränderung - oder Variabilität - ermöglicht dem Herz-Kreislaufsystem, sich rasch den sich ständig ändernden Gegebenheiten anzupassen: einer Änderung der Körperlage, den Druckänderungen durch die Atmung, einen größeren oder geringeren Durchblutungsbedarf, sich äußeren Sinnesreizen zuwenden zu können, etc.  Um diese Anpassungsfähigkeit nicht zu verlernen, verändert sich die Herzfrequenz auch in Ruhe ständig, es "tanzt", unter anderem mit jedem Atemzug.

Bei gesunden Menschen ist diese Veränderungsfreudigkeit des Herzschlags besonders ausgeprägt, gesunde Menschen haben eine große Herzfrequenzvariabilität. Unterschiedliche, mit Stress im Zusammenhang stehenden Gesundheitsbeeinträchtigungen, wie  Stress, Erholungsmangel, Depression  Bluthochdruck oder Fitnessmangel führen zu einer Einschränkung dieses "Tanzen", gehen also mit einer Einschränkung der Herzfrequenzvariabilität einher. Diese Einschränkungen lassen sich über eine Diagnostik der Herzfrequenzvariabilität sichbar machen. Hierzu ist lediglich eine Messung der Herztätigkeit über etwa 10 Minuten nötig. Über komplexe mathematische Verfahren wird die Herzfrequenzvariabilität dann bestimmt und sichtbar gemacht. 

Die gute Nachricht ist, dass sich die Herzfrequenzvariabilität durch Training wieder vergrößern lässt. Damit kann Stress abgebaut und der Gesundheitszustand verbessert werden. Studien zeigen die positive Wirkung eines Trainings der Herzfrequenzvariabilität unter anderem auf Stress, Depressionen, Bluthochdruck oder Asthma.

siehe auch wissenschaftliche Publikationen: Artikel1

 
 
Dr. Gerhard Blasche

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